Rotschlamm gehört zu den größten Umweltproblemen der Aluminiumproduktion. Durch seine hohe Alkalität kann er erhebliche Schäden verursachen. Bei unsachgemäßer Lagerung drohen Grundwasserverschmutzung durch austretende Laugen, Luftbelastungen durch alkalischen Staub, der Pflanzen schädigt, sowie ein extrem hoher Platzbedarf für die Entsorgung.
Aktuell wird Rotschlamm meist deponiert. Dabei wird das Abfallprodukt in speziell ausgewiesenen Bereichen abgelagert und mit Erde oder anderen Stoffen abgedeckt. Ziel ist es, die Freisetzung schädlicher Substanzen zu minimieren. Doch diese Methode bringt viele Nachteile mit sich: hohe Kosten, Sicherheitsrisiken, großer Flächenverbrauch und ein hoher Aufwand für die sichere Behandlung, um Umweltkontaminationen zu vermeiden. Langfristig ist die Deponierung daher weder wirtschaftlich noch nachhaltig.
Die REDREC©-Technologie neutralisiert das Natriumhydroxid im Bauxitrückstand und trennt ihn in eine schwere Erzfraktion und eine leichte Fraktion.
Dieser Prozess erzeugt keinen zusätzlichen Abfall und recycelt das Wasser innerhalb des Systems. Die ursprüngliche Zusammensetzung des Bauxitrückstands ändert sich chemisch nicht, sondern wird ausschließlich mechanisch getrennt.
Im ersten Schritt wird das Ausgangsmaterial homogenisiert und anschließend rein mechanisch getrennt. Das Prozesswasser wird in einem Kreislaufsystem gebunden, sodass während der Sedimentation und Filtration kein Wasser verschwendet wird. Veredelung reinster Rohstoffe für den industriellen Einsatz.
Von Abfall zu Wert – unsere Mission ist es, giftige Deponien in wertvolle Ressourcen zu verwandeln. Was als anspruchsvolles und ehrgeiziges Projekt begann, hat sich zu einer der wirkungsvollsten und nachhaltigsten Lösungen für eine globale Umweltproblematik entwickelt. Einfach, sauber, effektiv.
Wolfgang Kapaun, Projectleiter.
VON SCHADSTOFF ZU ROHSTOFF.
Beim Red Rec-Prozess werden die Partikel des Bauxitrückstands zunächst aufgelöst und mit einer Wasserschicht umhüllt. Anschließend werden die schweren Eisenfraktionen durch gestufte Sedimentation entfernt. Die verbleibende Suspension wird gefiltert, um Veredelungslehm zu gewinnen, und das Prozesswasser wird wieder an den Anfang des Verfahrens zurückgeführt.